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Wir behandeln Menschen und keine Krankheiten

Wählen Sie Soja-Produkte mit Bedacht

Erstellt am Montag, 11 Mai 2015. Kategorie/n: Allgemeine Gesundheits-Tipps, Ernährung

Zu viel Soja-basierte Nahrung kann Krankheiten fördern, statt davor zu schützen. - Holen Sie sich Ernährungstipps der Praxisklinik Bornheim nahe Köln/Bonn.Die Wirkung der pflanzlichen Hormone der Sojabohne ist unklar. Zu viel Soja-basierte Nahrung und Nahrungsergänzungsmittel könnten Krankheiten fördern, statt davor zu schützen.

Soja hat sich zu einem Hauptnahrungsmittel entwickelt. Das Protein der Bohne kommt der Qualität von tierischem Eiweiß nahe und verdrängt vor allem als Tofu zusehends Fleisch und Milchprodukte. 

Ins Blickfeld rücken damit auch die hormonell wirksamen Stoffe des Lebensmittels. Die Sojapflanze enthält die Isoflavone (Phytoöstrogene) Genistein und Daidzein – pflanzliche Hormone, die beim Menschen wie das weibliche Sexualhormon Östrogen wirken können.

Soja-Produkte grundsätzlich als gesundheitsfördernd, etwa zur Senkung des Cholesterinspiegels, antioxidativ gegen bestimmte Krebsarten sowie als Schutz vor Herz- und Kreislauferkrankungen.

Unklar ist, wie Isoflavone wirken, die in größerer Menge mit Soja-basierter Nahrung aufgenommen werden oder als Nahrungsergänzungsmittel in isolierter Form. Der Nutzen von Isoflavon-Kapseln als Ersatz für die konventionelle Hormontherapie zur Behandlung von Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Nachtschweiß sowie von Osteoporose bei Frauen ist nicht eindeutig geklärt.

 

Soja: Schutz vor Brustkrebs ist ungewiss

Auch die Schutzwirkung gegen Brustkrebs ist nur für asiatische, nicht für westliche Länder belegt. Sie scheint nur dann gegeben, wenn die Isoflavone bereits während der Pubertät aufgenommen werden. Das bedeutet jedoch nicht, schon Kindern und Jugendlichen vermehrt Soja zu verabreichen. Soja-basierte Milch statt Kuhmilch ist für gesunde Säuglinge ungeeignet und kann Entwicklungsstörungen durch Nährstoffdefizite wie Energie- und Proteinmangel nach sich ziehen.

„Nach heutigem Wissensstand sollte man zum Schutz vor hormonabhängigen Krebs- und Schilddrüsenerkrankungen vorsorglich auf eine besonders hohe Sojaaufnahme und die Einnahme von Isoflavon-Supplementen verzichten. Der moderate Verzehr von Soja stellt jedoch kein Risiko dar“, sagt Dr. Reinhold Lunow, Internist und ärztlicher Leiter der Praxisklinik für Diagnostik und Präventivmedizin in Bornheim und Swisttal nahe Köln und Bonn.

 

Soja bei Allergien: Treffen Sie Vorsorge

Eine Ausnahme ist die Lebensmittelallergie durch Soja. Die Speicherproteine der Soja-Bohne enthalten Sequenzen, die schwere allergische Reaktionen bei entsprechend disponierten Menschen auslösen können. Vor allem Birkenpollen-Allergiker reagieren sehr empfindlich.

Typische Symptome einer Soja-Allergie sind Juckreiz und Schwellungen auf der Mund- und Rachenschleimhaut unmittelbar nach dem Verzehr von Soja-Produkten. Es kann zu Hautausschlägen oder Magen-Darm-Beschwerden kommen, im Einzelfall sogar zu einem anaphylaktischen Schock. Die allergische Reaktion wird entweder durch das Soja-Eiweiß selbst (Primärallergie) oder – wie bei Birkenpollen-Allergikern – durch ein ähnliches Eiweiß ausgelöst (Kreuzallergie).

Wie für die Ernährung insgesamt gilt auch bei Soja Augenmaß. „Eine ausgewogene Ernährung mit Sojaprodukten ist unbedenklich. Denn die aufgenommene Isoflavonkonzentration ist so gering, dass eine hormonelle Wirkung im menschlichen Körper nicht nachweisbar ist. Nutzen Sie bei Fragen dazu auch die Ernährungsberatung unserer Praxisklinik. Allergiker sollten sich vor dem Verzehr von Soja außerdem ärztlich untersuchen lassen, um schwere allergische Symptome zu vermeiden“, empfiehlt Dr. Lunow.

 

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