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Wechseljahre: Neuer Lebensphase aktiv begegnen

Erstellt am Donnerstag, 07 Februar 2013. Kategorie/n: Allgemeine Gesundheits-Tipps

Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen können erste Anzeichen der Wechseljahre sein.

Wechseljahre: Neuer Lebensphase aktiv begegnen

Ab Mitte 40 verändert sich der weibliche Körper – die Wechseljahre beginnen. Frauen sollten dieser neuen Lebensphase mit all ihren Stimmungsschwankungen und körperlichen Begleiterscheinungen aktiv begegnen. Sport, Entspannungstechniken und allgemeinmedizinische Mittel helfen dabei…

Gereiztheit, Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen sind neben Zyklusunregelmäßigkeiten oft die ersten Anzeichen beginnender Wechseljahre. „Häufig schreiben Frauen solche Beschwerden zu viel Stress und fehlender Entspannung zu, obwohl diese psychischen Symptome hormonell bedingt sind. Für die Wechseljahre halten sie sich noch zu jung. Doch bei den meisten Frauen machen sich bereits mit Mitte 40 Anzeichen des abnehmenden Östrogenspiegels bemerkbar. Die hormonelle Veränderung dauert etwa 8 bis 10 Jahre an. Diese Wechseljahre, auch Klimakterium genannt, sind nicht zu verwechseln mit der Menopause, das heißt mit der letzten Regelblutung, die durchschnittlich mit 50 Jahren stattfindet“, erklärt Dr. Reinhold Lunow, Internist und Ärztlicher Leiter der Praxisklinik für Diagnostik & Präventivmedizin Bornheim, nahe Köln und Bonn. „Können andere Ursachen für die Beschwerden ausgeschlossen werden, empfehlen wir Frauen in dieser Umstellungsphase, möglichst viel körperliche Bewegung. Viele Untersuchungen haben gezeigt, dass regelmäßige Aktivität Wechseljahresbeschwerden lindern kann und die Lebensqualität verbessert. Zudem hilft Sport dabei, das Gewicht zu halten und das psychische Wohlbefinden zu steigern. Insgesamt ist es wichtig, dass Frauen die hormonelle Veränderung annehmen und ihr aktiv begegnen“, rät Dr. Lunow.

Auf Hitzewallungen entspannt reagieren

Viele Frauen leiden in dieser Phase auch unter Hitzewallungen. Verstärkend wirken oft Wärme, Heißgetränke, der Genuss von Alkohol oder Koffein sowie schwer verdauliche oder stark gewürzte Speisen. Auch in Stress- und Belastungssituationen reagieren Frauen empfindlich, weil vermehrt Stresshormone ausgeschieden werden, die den Blutdruck erhöhen, Herzklopfen verursachen und zu Hitzewallungen führen können. Ebenso scheinen Übergewicht und Nikotinkonsum die Problematik allgemein zu fördern.

Um mit den wechselnden Hitzezuständen besser umgehen zu lernen, können Betroffene ihren Organismus ein Stück weit trainieren. „Mit Hilfe von Wechselduschen oder -bädern sowie regelmäßiger körperlicher Aktivität können die Blutgefäße reguliert und seelische Anspannungen abgebaut werden. Günstig ist es ebenfalls Hitzewallungen und Schweißausbrüchen mit Gelassenheit zu begegnen, um die Symptome nicht zu verstärken. „Neben Ausdauersportarten haben sich das Erlernen von Entspannungsmethoden, wie z.B. Autogenem Training oder Progressiver Muskelentspannung nach Jacobson bei der Linderung von Wechseljahresbeschwerden bewährt“, empfiehlt Dr. Lunow.

Wechseljahre: Großes Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten

„Grundlage all dieser Empfehlungen ist selbstverständlich eine umfassende körperliche Untersuchung, um andere mögliche Ursachen für die Beschwerden auszuschließen. Sind die psychischen und physischen Veränderungen auf die Wechseljahre zurückzuführen, beraten wir Sie hier in der Praxisklinik für Diagnostik & Präventivmedizin zu dem breiten Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten. Wir leiten Sie gern beim Erlernen von Entspannungsmethoden an und beraten Sie hinsichtlich pflanzlicher und homöopathischer Präparate zur Linderung Ihrer individuellen Symptomatik“, betont der Ärztliche Leiter der Bornheimer Praxisklinik. Ist hierdurch keine ausreichende Besserung der Beschwerden zu erzielen oder schränken andere Symptome wie Scheidentrockenheit oder depressive Verstimmungen die Lebensqualität weiter ein, kann die Einnahme von Hormonen sinnvoll sein.

Bildquelle: www.internisten-im-netz.de

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