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Vorhofflimmern frühzeitig beseitigen?

Erstellt am Montag, 09 November 2020.

Vorhofflimmern frühzeitig beseitigen?

Vorhofflimmern ist keine seltene Erkrankung. Ab einem Alter von 65 Jahren leiden 11% der Männer und 5% der Frauen an Vorhofflimmern.

Herzschläge werden durch Ströme im Herzen ausgelöst. Diese Herzströme sorgen dafür, dass sich die Herzvorhöfe und die Herzkammern abwechselnd zusammenziehen und Blut pumpen. Normalerweise entstehen die Herzströme an einer ganz bestimmten Stelle im rechten Herzvorhof. 

Von diesem natürlichen Herzschrittmacher (Sinusknoten) breiten sich die Herzströme über die Muskeln der Herzvorhöfe zu den Herzkammern aus.

Bei Vorhofflimmern schlagen die Herzvorhöfe viel zu schnell und unregelmäßig. Das ist meist nicht unmittelbar lebensbedrohlich, aber beeinträchtigt doch das Wohlbefinden, vor allen Dingen ist aber das Risiko für einen Schlaganfall durch Vorhofflimmern deutlich erhöht.

Rhythmus- oder Frequenzkontrolle

Welche Therapie ist die beste? Rhythmuskontrolle mit Wiederherstellung des normalen Sinusrhythmus oder reicht auch eine Frequenzkontrolle, bei der das Vorhofflimmern nicht beseitigt wird, die Herzfrequenz aber durch Medikamente gesenkt wird.

In einer früheren Studie aus dem Jahre 2002 konnten keine nennenswerte Vorteile für die Rhythmuskontrolle in Bezug auf Sterblichkeit oder Schlaganfälle festgestellt werden. Seitdem galt die alleinige Frequenzkontrolle als ausreichende Therapie und man versuchte nicht primär wieder einen Sinusrhythmus wiederherzustellen.

Auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) im August 2020 wurde die "EAST-AFNET-4-Studie" veröffentlicht, die zu einer deutlichen Aufwertung der frühzeitigen Beseitigung des Vorhofflimmerns geführt hat. 

Normalen Rhythmus rasch wiederherstellen

Bei neu diagnostizierten Vorhofflimmern zahlt sich eine frühzeitige Beseitigung durch Medikamente oder Katheterablation aus. Frühzeitig heißt in diesem Fall: innerhalb der ersten 12 Monate. Das Risiko für kardiovaskuläre Todesfälle oder Schlaganfälle sinkt dabei im Vergleich zur bisher üblichen Therapie, bei der lediglich die Frequenz gesenkt wurde um 20 %. Jeder fünfte Todesfall oder Schlaganfall konnte somit mit einer frühen Beseitigung des Vorhofflimmerns verhindert werden. Eine auf Rhythmuserhalt abzielende Therapie mit Medikamenten und gegebenenfalls mit Katheterablation galt bisher bei Vorhofflimmern nur dann als indiziert, wenn das Vorhofflimmern bei den Patienten nicht tolerierbare Beschwerden verursachte. Durch die EAST-AFNET-4-Studie weiß man, dass eine nach der Diagnose Vorhofflimmern rasch, d. h innerhalb der ersten 12 Monate, in Angriff genommene rhythmuserhaltende Therapie im Vergleich zur üblichen, primär auf Frequenzkontrolle abzielenden Therapie deutliche Vorteile hat.

Wenn Sie an Vorhofflimmern leiden, sollten Sie sich in die Behandlung von Ärzten begeben, die umfangreiche Erfahrung in der Behandlung von Herzrhythmusstörungen haben.

Wir bieten für Privatpatienten einen umfangreichen Cardiocheck  an.  

 

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