Erstellt am Sonntag, 24 November 2019. Kategorie/n: Schilddrüse

Bei einer Routine-Untersuchung durch den Hausarzt wird auch der Halsbereich abgetastet, um eventuelle Veränderungen festzustellen. Dabei kann es sein, dass über der Speiseröhre, direkt unter der Haut, ein Knoten gefunden wird, der sich als Knoten in der Schilddrüse erweist.
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Das ist kein Grund zu großer Sorge, denn glücklicherweise sind mehr als 90 % der Schilddrüsenknoten gutartig. Selbstverständlich leitet der behandelnde Arzt eine genauere Untersuchung ein, um auszuschließen, ob es sich nicht doch um einen bösartigen Tumor handelt. Vor allem ist nun eine regelmäßige Kontrolle wichtig, damit gesehen wird wie sich der gefundene Knoten entwickelt. Denn, wenn Schilddrüsenkrebs frühzeitig erkannt wird und die Erkrankung noch auf die Schilddrüse beschränkt ist, ist eine Behandlung meist erfolgreich.
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Häufig wird ein Schilddrüsenknoten beim Berühren des Halses entdeckt oder er wird zufällig bei einer bildgebenden Untersuchung aus einem anderen Grund entdeckt. Auch bemerkt man einen Knoten, weil dieser eine Schwellung am Hals verursacht oder das Schlucken erschwert. Mitunter können Knoten auch Auslöser für Veränderungen der Schilddrüsenhormone sein und zu einer Überfunktion führen (Hyperthyreose). Dies kann als ungewollte Gewichtsabnahme, Nervosität oder auch Herzrhythmusstörungen nach sich ziehen.
Nach der Erstuntersuchung des Schilddrüsenknotens wird entschieden, welche weiteren Tests sinnvoll sind. Dazu können folgende Untersuchungen sein:
Sollten die Ergebnisse der Erstuntersuchung und des Ultraschalls den Verdacht auf eine bösartige Erkrankung bestätigen, ist eine Biopsie mithilfe der Feinnadelaspiration (FNA) der nächste Schritt. Eine Gewebeprobe-Entnahme aus der Schilddrüse wird unter Lokalanästhesie und Ultraschallkontrolle ambulant durchgeführt.
Doch nicht jeder Schilddrüsenknoten erfordert eine Biopsie. Merkmale, wie Größe und Aussehen, die durch die Erstuntersuchung und den Ultraschall bestimmt werden konnten, können schon gegen Krebs sprechen. In diesen Fällen muss der Knoten regelmäßig kontrolliert werden und eine FNA-Biopsie kann überflüssig werden.
Man spricht von "heißen Knoten" wenn Schilddrüsenknoten im Zusammenhang mit einer Überfunktion auftreten. Das kann mithilfe einer Schilddrüsen-Szintigraphie herausgefunden werden. Damit erhält der Arzt Hinweise darauf, ob der Knoten hormonaktiv ist und selbst zusätzliche Schilddrüsenhormone produziert. Sollte sich das bestätigen kann relativ sicher von einem gutartigen Schilddrüsenknoten ausgegangen werden. Eine Biopsie ist dann ebenfalls nicht erforderlich.
Umgekehrt sollte bei nicht hormonaktiven, dem sogenannten “kalten Knoten", meist eine Biopsie erfolgen. Wenn Zweifel aufgrund der Ergebnisse der FNA-Biopsie bestehen, können neuere molekulare Tests verwendet werden, die in der Probe nach genetischen Hinweisen auf Krebs suchen.
Nach Art des Schilddrüsenknotens wird festgelegt welche Behandlung sinnvoll ist. Das kann folgende Therapien beinhalten: