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Grippe-Geimpfte erkranken weniger schwer an COVID-19

Erstellt am Dienstag, 11 Mai 2021.

Grippe-Geimpfte erkranken weniger schwer an COVID-19

Das „American Journal of Infection Control” hat im Februar diesen Jahres eine Studie der „Michigan Medicine Clinic“ veröffentlicht, wonach Probanden, die gegen Grippe geimpft waren seltener oder weniger schwer an Covid-19 erkrankten. 

Allerdings lasse sich jedoch die Frage nicht beantworten, ob das beobachtete Ergebnis auf die Influenza-Impfung an sich zurückgeht.

Eine mögliche Verbindung bleibt zwar auch nach diversen Kontrollen für andere Variablen wie ethnische Zugehörigkeit, Geschlecht, Alter, Body-Mass-Index (BMI), Raucherstatus und viele Begleiterkrankungen wichtig. Doch das Ergebnis der Studie legt den Schluss nahe, dass übliche Grippe-Impfungen auch einen gewissen Schutz gegen Corona Viren bewirken. 

Corona hat einen Schub an Grippe-Impfungen bewirkt

Die Bereitschaft, sich gegen Grippe impfen zu lassen, hatte in Deutschland in den Jahren 2018 und 2019 merklich nachgelassen. In der Zeit zwischen März und Dezember 2020 jedoch, wurden etwa 3,5 Millionen Grippe-Impfungen mehr vorgenommen als im gleichen Zeitraum im Jahr davor.

Zusätzlich haben sich die Menschen während der andauernden Corona-Pandemie insgesamt besser geschützt. Dadurch, und durch das Mehr an Grippe-Impfungen, ist die sonst übliche Grippe-Saison in 2020/2021 fast ausgefallen. 

Die Ständige Impfkommission (STIKO) rät verstärkt zur Grippe-Impfung

Das Ergebnis der Studie der „Michigan Medicine Clinic“ untermauert jetzt einen erneuten Aufruf, neben allen anderen Schutzmaßnahmen, möglichst auch die Grippe-Impfung zu berücksichtigen. Wie weit Covid-19-Impfungen und Grippe-Impfungen sich gegenseitig „helfen“ wird weiter erforscht. 

Es hat schon früher Studien in Brasilien und auch in Italien gegeben, die einen zusätzlichen Schutz durch die Grippe-Impfung auch gegen Erkrankung an Covid-19 belegt haben. Doch wie weit nun der Grippe-Impfung eine besondere Wirkung zugeschrieben werden kann, bleibt noch herauszufinden.

Klar ist aber schon heute, dass die Summe aller Schutzmaßnahmen, auch Mund-Nasen-Maske, Händewaschen, Lüften, Abstand, Kontaktbeschränkungen, dazu führen, das Infektionsrisiko an Covid-19 zu erkranken reduziert wird.

Auch „Kreuzreaktivität“ kann Ursache für die positive Wirkung sein

Man weiß mittlerweile auch, dass Impfungen unterschiedliche biologische Mechanismen bewirken können, die nicht nur die eigentlichen Verursacher, sondern gleichzeitig auch andere Erreger bekämpfen. Das Immunsystem mit seinen natürlichen Fress- und Killerzellen erweist sich bei einer Kombination unterschiedlicher Wirkstoffe als bewährter Helfer. So wurde bei der Studie der „Michigan Medicine Clinic“ folgende positive Nebenwirkungen definitiv festgestellt:

  • Impfungen gegen Polio, Haemophilus Influenza Typ B, Masern-Mumps-Röteln, Varizellen, Hepatitis A oder B haben offenbar ebenfalls den Bonus, COVID-19 abzuhalten.


  • Ein Influenza-Impfstoff stimuliert Immunzellen nach Kontakt mit Corona-Viren zu vermehrter Ausschüttung von Zytokinen.


  • Das BCG-Vakzin gegen Tuberkulose beugt auch Atemwegsinfekten, Gelbfieber, Malaria und sogar einigen Tumoren vor.


Grippe-Geimpfte konnten schneller die Klinik verlassen

Positiv auf Covid-19 Getestete überstanden Infektion besser, wenn sie gegen Grippe geimpft waren. Sie benötigten seltener eine Klinikaufnahme und mussten, wenn doch, nur halb so oft mechanisch beatmet werden. Auch waren diese Klinik Aufenthalte bis zu 30% kürzer.

Besonders bemerkenswert bei diesen Ergebnissen ist, dass die Grippe-Geimpften meistens zu den stärker gefährdet zählten, die häufiger chronische Lungenleiden, Herzinsuffizienz, Diabetes und Bluthochdruck aufwiesen und außerdem älter waren. 

„Die Ergebnisse könnten dazu beitragen, Menschen zur Grippe-Impfung zu ermuntern und die Impfmüdigkeit abzubauen“, bilanzieren die Autoren des Berichts.

Die ständige Impfkommission (STIKO) hatte schon im Herbst 2020 unter dem Eindruck der Pandemie den üblichen Rat bekräftigt: besonders Risikogruppen sollten die Grippe-Impfung in Anspruch nehmen. Das diene nicht nur dem eigenen Schutz, sondern helfe außerdem, Engpässe in Kliniken – an Personal, Intensivbetten und Beatmungsplätzen – zu vermeiden. 

Denn Menschen ab 60 Jahre oder mit Grunderkrankungen haben sowohl bei Influenza als auch bei COVID-19 ein erhöhtes Risiko für Komplikationen. Und doch waren in der Saison 2018/19 war nur ein Drittel bei den Älteren und höchstens die Hälfte der chronisch Kranken zu einer Grippe-Impfungen bereit. 

Niemand weiß, wie lange SARS-CoV-2 noch kursiert, und ob nicht die nächste Grippesaison erneut mit einer weiteren Welle der Pandemie zusammenfällt. Deshalb muss schon heute dafür gesorgt werden, rechtzeitig gegen Grippe geimpft zu werden

Schließlich hat die Veröffentlichung des „American Journal of Infection Control” dafür gesorgt, dass Gerüchte in sozialen Netzwerken als Unsinn entlarvt wurden, wonach die Grippe-Impfung COVID-19 verursache. Die jetzigen Daten und Ergebnisse beweisen genau das Gegenteil.

 

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