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Sichere Diagnose des Eisenmangels

Erstellt am Donnerstag, 30 Oktober 2014. Kategorie/n: Allgemeine Gesundheits-Tipps, Ernährung

© sulupress / Fotolia.com |

Die Eisenmangelanämie ist die häufigste Mangelerkrankung. Neue Zielwerte beim Eisenspeicher Ferritin lassen eine sichere Diagnose zu, bevor die Vorräte des Körpers erschöpft sind.

Eisen ist als Bestandteil des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin, des Muskelfarbstoffs Myoglobin sowie verschiedener weiterer Enzyme ein lebenswichtiger Mineralstoff. Es bindet den Sauerstoff im Blut und in der Muskulatur und transportiert ihn zu den einzelnen Körperzellen. 

Unser Körper ist auf eine regelmäßige Eisenzufuhr über die Nahrung angewiesen, um leistungsfähig zu bleiben.

Umso empfindlicher reagieren wir auf einen Eisenmangel. Sinkt der Eisengehalt, wird die Produktion des Hämoglobins gestört. Eine Blutarmut (Anämie) stellt sich ein, der Transport des Sauerstoffs ist beeinträchtigt. „Menschen mit einer Eisenmangelanämie fühlen sich typischerweise oft müde und schlapp. Sie klagen über Leistungsabfall, körperliche Schwäche, Kopfschmerzen, Schwindel oder Gleichgewichtsstörungen“, beschreibt Dr. Reinhold Lunow, Experte für Diagnostik und ärztlicher Leiter der Praxisklinik Bornheim nahe Köln und Bonn, die klinischen Anzeichen.

Verbesserte Diagnose des Eisenmangels durch neuen Ferritinwert

Solche Symptome sind allerdings sehr unspezifisch, d. h. sie allein lassen keine gesicherte Diagnose eines Eisenmangels zu. Der Eisenwert im Blutserum hängt stark von der Ernährung ab und ist als alleiniger Indikator ungeeignet. „Eine sichere Aussage liefert hingegen der Ferritinwert. Ferritin ist ein Eiweiß, das Eisen speichert. Das sogenannte Transferrin, ebenfalls ein Eiweiß, transportiert das Eisen im Blut“, erläutert Dr. Lunow. „Ein verringerter Ferritinwert zeigt immer einen Eisenmangel an.“

Bei ansonsten gesunden Menschen gibt die Ferritin-Konzentration ebenso Auskunft darüber, wie groß die Menge des gespeicherten Eisens in Leber, Knochenmark, Milz und Muskulatur ist. Aufgrund der Verbreitung des Eisenmangels ging man bislang von einem unteren Referenzbereich von bis zu 12 ng/ml (Nanogramm je Milliliter) im Blut aus. „Bei diesem Wert bzw. darunter sind die Eisenspeicher des Körpers jedoch schon vollkommen aufgebraucht“, sagt Dr. Lunow. „Neuere Studien zeigen zudem, dass bei diesem Wert auch die Diagnose des Eisenmangels sehr unsicher ist. Empfehlenswert ist eine höhere Toleranzgrenze von 30 ng/dl. Bei diesem Wert ist die Sicherheit, einen bestehenden Eisenmangel tatsächlich diagnostizieren zu können, mit 92 % Sicherheit deutlich verbessert.“

Eisenmangel durch äußere und innere Blutungen

Um einem Eisenmangel vorzubeugen, sollte die tägliche Eisenzufuhr über die Nahrung je nach Alter und Geschlecht 10-15 mg betragen. Von dieser Menge nimmt der Körper jedoch nur etwa 1-1,5 mg hauptsächlich über den Zwölffingerdarm auf. Eisen ist vor allem in Fleisch, Innereien, Getreide, Brot, Gemüse und Hülsenfrüchten enthalten.

„Zu spürbaren Eisenverlusten kommt es bei größeren Blutverlusten, etwa durch starke Menstruationsblutungen, nach einer Blutspende, bei wiederkehrendem Nasenbluten, einem Unfall oder einer Operation. Aber auch bei andauernden inneren Blutungen z. B. im Magen-Darm-Trakt, bei Tumoren oder bei Blut im Urin geht dem Körper Eisen verloren. Überdies kann bei Magen-Darmerkrankungen die Eisenaufnahme gestört sein, wenn zu wenig Magensäure gebildet wird“, so der Internist Dr. Lunow.

Auch manche Medikamente beeinträchtigen die Eisenaufnahme, z. B. Salicylate (Azetylsalicylsäure), Magenentsäuerungsmittel (Antazida), Mittel zur Cholesterinsenkung (Clofibrate) sowie Medikamente zur Behandlung von Harnsteinen (Ionenaustauscher).

Neben den Menstruationsblutungen sind Frauen auch durch einen erhöhten Eisenbedarf während der Schwangerschaft und Stillzeit betroffen. Auch Vegetarier leiden oft unter Eisenmangel, da Eisen aus pflanzlichen Rohstoffen vom Darm schlechter aufgenommen wird als aus tierischen Lebensmitteln.

Auch Sportler, die extremen Ausdauersport betreiben, sind von Eisenmangel bedroht. Eine hypokalorische und eiweißarme Ernährung ist hier eine Ursache. Außerdem stellen sich bei extrem langen Läufen Mikroblutungen im Darm und in der Harnblase ein. Eisenverluste über den Schweiß spielen hingegen nur eine untergeordnete Rolle.

Therapie eines Eisenmangels nur nach ärztlicher Abklärung

Dementsprechend systematisch ist das Vorgehen, um eine sichere Diagnose zu stellen. „Am Anfang steht das Gespräch mit dem Patienten. Darin wird geklärt, ob individuell ein erhöhter Eisenbedarf besteht, ob die Eisenzufuhr verringert oder die Aufnahme gestört ist. Auch einen Eisenverlust gilt es auszuschließen“, sagt Dr. Lunow. Es folgt die Blutanalyse mittels einer Laboruntersuchung, bei der neben dem Ferritinwert auch Entzündungsparameter, etwa der Wert des C-reaktiven Proteins (CRP), bestimmt werden.

Zur Therapie eines Eisenmangels stehen Eisenpräparate als Tabletten, Brausetabletten, Kapseln, Tropfen oder Saft zur Verfügung. Fruchtsäfte und Vitamin C erhöhen die Eisenaufnahme. Patienten, die unter einer Eisenaufnahmestörung im Darm leiden, erhalten ggf. Injektionslösungen.

„Auf keinen Fall sollte man auf eigene Faust und ohne ärztliche Kontrolle zu Eisenpräparaten greifen“, warnt Dr. Lunow. „Sie können Magen-Darm-Beschwerden verursachen und den Stuhl schwarz färben. Nimmt man zu viel ein, riskiert man Vergiftungserscheinungen mit Erbrechen, Durchfall, Kreislaufkollaps, Blutungen sowie Leber- und Nierenschäden. Auch eventuell vorliegende innere Blutungen lassen sich nach selbstständiger Einnahme nur schwer feststellen. In der Praxisklinik hingegen stellen wir die Diagnose anhand des Ferritinwertes schnell und sicher.“

 

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