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Schlafstörungen im Alter

Erstellt am Sonntag, 23 Februar 2020.

Schlafstörungen im Alter

Guter und ausreichender Schlaf ist wichtig für das Wohlbefinden, die Leistungsfähigkeit und die Lebensqualität. Gestörter oder nicht erholsamer Schlaf verändert die Befindlichkeit und belastet nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch sein soziales Umfeld. 

Während des Schlafens, verarbeitet das Gehirn, was am Tag erlebt und gelernt wurde. Neues wird noch einmal wiederholt, sortiert, geordnet und anschließend fest im Langzeitgedächtnis gespeichert. Auch der Körper regeneriert sich im Schlaf. Erholsamer, gesunder Schlaf ist gekennzeichnet durch die ungestörte Abfolge der verschiedenen Schlafstadien, in denen man körperliche wie auch geistige Erholung erhält. Schlafmangel und Schlafstörungen schwächen dagegen das Immunsystem und können zu Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, aber auch zu psychischen Problemen wie Depressionen und Angststörungen führen.

Die Schlafphasen im NREM(„Non-rapid- eye-movement“)-Schlaf und REM-Schlaf wechseln sich nach dem Einschlafen in 1- bis 2-stündigen Zyklen ab. Ist der Schlaf zu Beginn der Nacht tief, flacht er zum Ende der Nacht hin ab, während der REM-Schlafanteil zum Morgen hin zunimmt. REM ist die Abkürzung für „Rapid Eye Movement“ (wörtlich übersetzt: schnelle Augenbewegung), da in dieser Schlafphase viele schnelle Augenbewegungen stattfinden. Hirnphysiologisch ähnelt diese oft traumreiche Phase des Schlafs dem Wachzustand. 

Ältere Menschen leiden sehr häufig an Schlafstörungen

Zahlreiche Faktoren beeinflussen den Eintritt des Schlafs ungünstig und verursachen Schlafstörungen. Das führt nicht selten zu einem hohen Leidensdruck und ist so einer verminderten Lebensqualität verbunden.

Etwa jeder 3. Mensch über 65 hat wegen Schlafstörungen schon einmal einen Arzt aufgesucht, jeder 10. nimmt täglich oder mehrfach pro Woche Schlafmittel ein. 

Etwa die Hälfte der älteren Menschen ist mit ihrem Schlafvermögen unzufrieden und klagt über Früherwachen, Ein- und Durchschlafstörungen oder über wenig erholsamem Nachtschlaf.

Ein- und Durchschlafstörungen, nicht erholsamer Nachtschlaf oder seltener vorzeitiges frühmorgendliches Erwachen betreffen bis zu 50% der Patienten ab 65 Jahren. Insomnien (Schlaflosigkeiten) sind die dritthäufigste Ursache einer Vorstellung beim Hausarzt. 

Die Rhythmik der „inneren Uhr“ ist beim gesunden alten Menschen verändert. Die Trennung zwischen „Wach“ und „Schlaf“ im 24-Stunden-Takt erfolgt nicht mehr so scharf. Bei älteren Menschen wird nicht der gleiche Schlafdruck im Tagesverlauf aufgebaut wie in jüngerem Alter.

Die altersspezifischen Veränderungen der Schlafarchitektur, wie der Verlust von Tiefschlaf kommen vermehrt bei Männern vor. Frauen klagen eher häufiger über Ein- und Durchschlafstörungen im Alter.

Schlaf wird durch eine Mischung aus genetischen und komplexen Umgebungsfaktoren bestimmt. Schon früh im Leben eines Menschen wird festgelegt, ob man ein Kurz- oder Langschläfer, ein Frühaufsteher oder eine Nachteule ist. Die Einflüsse auf den individuellen Schlaf nehmen im Laufe des Lebens zu. Die Regulation von Schlaf und Wachheit erfolgt in mehreren Kerngebieten im Hirnstamm. 

Der Schlafbedarf ist im Alter kaum verändert. Die Gesamtschlafzeit nimmt vom 40. bis zum 70. Lebensjahr um etwa 10 Minuten pro Lebensdekade ab. Danach tritt kaum noch eine Änderung ein. Weniger deutliche Veränderungen zeigten die Einschlaf-Gewohnheiten und der Anteil an Leichtschlaf. Die Einschlafphase der 20-Jährigen ist nur um etwa 5% kürzer als die der über 70-Jährigen.

Die Wachliegezeit nach dem erstmaligen Einschlafen steigt pro Lebensjahr um etwa eine Minute an, während sich das Einschlafen im Alter nur gering verlängert. Das subjektive Erleben von gestörtem Schlafen hat häufig eine Veränderung des Schlafverhaltens mit früheren Bettzeiten und längeren Liegezeiten im Bett zur Folge. Die daraus resultierende längeren Wachzeiten im Bett trotz unveränderter Gesamtschlafzeiten ist ein Problem, das die Schlafzufriedenheit alter Menschen negativ beeinflussen kann. 

Schlafstörungen müssen behandelt werden

Veränderungen physiologischer Schlafparameter im Alter und Veränderungen der zeitlichen Organisation der biologischen Systeme beeinflussen den Schlafrhythmus. Darüber hinaus gibt es schlafbeeinflussende Faktoren durch gesellschaftliche strukturelle Einflüsse oder auch durch mehrere zusammentreffende Erkrankungen und zu deren Behandlung eingesetzte Medikamente.

Das Erkennen und die Beseitigung ungünstiger Schlaf-Faktoren werden unter dem Oberbegriff  Schlafhygiene zusammengefasst. Es gibt die unterschiedlichsten Schlafstörungen, oft können diese, und die damit verbundenen Probleme mit einfachen Mitteln erkannt und behandelt werden.  

Wenn eine neben einer Tagesbefindlichkeits-Störung auch eine Störung des Nachtschlafs beklagt wird, kann das sehr bedeutsam für ältere Menschen sein. Neu auftretende deutliche Verkürzung oder Verlängerung der individuellen Gesamtschlafzeit gegenüber den bisher üblichen Zeiten, sollten ernstgenommen werden. Neu aufgetretene Schlafzeiten deutlich unter sieben Stunden oder über zehn Stunden können Hinweise auf eine erhöhte Sterblichkeit sein. 

Behandlungen und Therapien bei Schlafstörungen

So unterschiedlich die Schlafstörungen auch sind, so vielfältig sind auch die verfügbaren therapeutischen Maßnahmen. Zunächst muss herausgefunden werden, ob sich die Beschwerden aus den altersphysiologischen Veränderungen heraus erklären lassen oder ob Krankheiten die Ursachen sind. In mehr als 90% steht ein gestörter Schlaf mit anderen Erkrankungen im Zusammenhang. Erholsamer Schlaf ist wichtig für die Gesundheit. 

Bei neu aufgetretenen Schlafstörungen muss immer auch nach kürzlich neu eingesetzten Medikamenten als mögliche Auslöser gefragt werden. Alkohol, Kaffee, Kakao, verschiedene Teesorten oder Medikamente haben schlafstörende Einflüsse.

Ältere Menschen erleben vermehrt nächtliches Erwachen und verschiedene Wachepisoden. Bis zu vier Aufwachereignisse pro Nacht sind nicht ungewöhnlich. Die wach im Bett verbrachte Zeit kann im Alter über 70 Jahre bis zu zwei Stunden betragen.

Allerdings sind häufig zu hohe Erwartungen an den Nachtschlaf festzustellen. Ziel der Behandlungen und Therapien von Schlafstörungen sind jedoch, die Schlafzeit der im Bett verbrachten Zeit weitgehend anzupassen. Hierzu dient die Festlegung verkürzter Bettzeiten, Entspannungsübungen, das Erlernen eines Ruhebildes oder die Veränderung der eigenen Einstellung zur Schlaferwartung – eventuell auch unter Anleitung eines Psychotherapeuten. 

Bei leichten Schlafstörungen können Baldrianpräparate oder retardiertes Melatonin erfolgreich sein. Die übrigen schlaffördernden Medikamente wie Benzodiazepine, Nichtbenzodiazepin- Agonisten (sog. Z-Präparate: Zaleplon, Zopiclon, Zolpidem) und Antidepressiva mit sedierender Wirkung sowie Melatonin erzeugen keinen physiologischen Schlaf. Sie lindern die Tagesbefndlichkeits-Belastungen von Schlafstörungen. Tipps gegen Schlafstörungen finden Sie hier

Schlafstörungen lassen sich auch mit Anpassung der Schlafhygiene minimieren

  • Tagsüber nicht länger als 30 Minuten schlafen
  • Aktivierenden Genussmitteln am Nachmittag vermeiden
  • Den Tag abschließen und belastende Gedanken vermeiden 
  • Am Abend nur leichte Mahlzeiten zu sich nehmen
  • Ein persönliches Einschlafritual angewöhnen
  • Ruhige und ausreichend abgedunkelte Schlafumgebung schaffen
  • Kein Fernseher oder Wecker im Blickfeld halten
  • Nächtlichen Aufstehen minimieren
  • Nicht lange im Bett liegen, ohne zu schlafen 
  • Regelmäßige Bettzeiten einhalten

 

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