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Psyche kann Allergie beeinflussen

Erstellt am Montag, 04 Juni 2018.

Psyche kann Allergie beeinflussen

Vorsicht, in den kommenden Tag herrscht starker Pollenflug! Schon diese Aussage reicht bei Allergikern, um Stress auszulösen. In der Kindermedizin sind die  Auswirkungen der Psyche auf den Erfolg einer Behandlung von Allergien seit langem bekannt. Bei erwachsenen Allergikern wird meist keine Rücksicht auf die Psyche in der Therapie der Symptome genommen. Dabei ist es erwiesen, dass ein durch Stress geschwächtes Immunsystem sich auch in der Heftigkeit einer Allergie negativ auswirkt.

Psychische Faktoren können eine Allergie fördern

Seit Jahren beobachten Kinderärzte, dass Kinder mit einer Neurodermitis oder Asthma schwerer unter der Allergie leiden, wenn sie in eine Stresssituation kommen. Sei es, wenn durch schulische Probleme oder die Trennung der Eltern. In diesem Fall raten viele Kinderärzte zu einer psychotherapeutischen Behandlung, um die Symptome zu mildern. Bei erwachsenen Patienten ist diese Herangehensweise in der Behandlung einer Allergie bisher eher unüblich. Dabei liegt es nahe, dass ein durch Stress geschwächtes Immunsystem negative Auswirkungen auf den Verlauf einer Allergie hat. Alleine die Angst vor dem krankmachenden Allergen – egal ob Pollen, Gluten, Laktose, Fruktose oder anderes – entfacht Alarmleuchten, die mit einer Übersensibilität gegenüber der Gefahr einhergeht. Sind die Patienten verunsichert, weil nicht alle Schutzmechanismen eingehalten werden können, reagieren sie emotional und der Körper schaltet auf Abwehr. Die Folgen sind verstärkte Symptome. Asthma, Heuschnupfen, Ausschlag, Verdauungsstörungen und andere Leiden wirken sich stärker aus, als ohne den vorausgegangenen Stress. Wer entspannt den allergieauslösenden Faktoren gegenübertritt, kann hingegen die Symptome abmildern.

Eine starke Psyche kann die Allergie austricksen

Auch wenn alleine durch eine starke Psyche die Allergie in der Regel nicht behoben werden kann, ist es möglich durch Gelassenheit die Auswirkungen allergischer Reaktionen positiv zu beeinflussen. Grund dafür ist die Verbindung des Nerven- und Immunsystems. Die sogenannte Psycho-Neuro-Immunologie steht für die Wissenschaft, die sich mit dem Austausch der Botenstoffe wie Interleukine, Endorphine und die Stresshormone Kortisol und Adrenalin beschäftigt. Diese können gezielt eingesetzt auch in der Therapie von Allergien eingesetzt werden. Mit einigen Tricks und etwas Übung gelingt es Allergiepatienten diese im Alltag anzuwenden, um den nächsten Allergieschub besser zu überstehen.

Sechs Schritte für eine starke Psyche bei einer Allergie

Schritt eins: Führen Sie ein Anti-Allergie-Tagebuch. Tragen Sie ein in welcher psychischen Verfassung die Symptome am schwächsten sind. So entwickelnd Sie langfristig eine Strategie, um bestenfalls negative Situationen zu vermeiden. Schritt zweit: Sorgen Sie für Momente der Entspannung und Ruhe in ihrem Alltag. Schritt drei: Vermeiden Sie Pollenvorhersagen oder andere Warnhinweise und vertrauen Sie auf Ihren Körper. Wenn die Symptome stark sind, können Sie immer noch nach den Ursachen suchen (das gilt natürlich nicht bei lebensgefährlichen Allergien wie bei bestimmten Lebensmitteln oder Wirkstoffen). Schritt vier: Stellen Sie sich eine gläserne Wand in ihrem Körper vor, die wie ein Schutzschild wirkt. Studien von Psycho-Allergologen haben mit dieser Methode Erfolge erzielt. Schritt fünf: Reagieren Sie nicht übertrieben. Die meisten Allergene sind kein Gift, sondern natürliche Substanzen. Schritt sechs: Suchen Sie eine psychotherapeutische Beratungsstelle auf oder einen Psychotherapeuten, wenn die Ängste gegenüber Allergenen zu groß sind.

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