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Corona-Impfung bei Rheumatischen Erkrankungen

Erstellt am Sonntag, 29 August 2021.

Corona-Impfung bei Rheumatischen Erkrankungen

Menschen, die an rheumatischen Erkrankungen leiden erleben durch die anhaltende Covid-19 -Pandemie zusätzliche Belastungen.

Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie hat sich mit den Risiken einer Covid-19-Infektion sowie dem Für und Wider von Covid-19-Impfungen befasst. Sie hat eine Liste von Empfehlungen herausgegeben.

Risiko für schweren Verlauf

Rheumatische Erkrankungen wie Vaskulitiden, Kollagenosen (Lupus erythematodes), aber auch die klassische rheumatoide Arthritis haben ein im Vergleich zur Normalbevölkerung höheres Risiko für einen schweren COVID19-Verlauf. 

Medikamente können das Risiko erhöhen

Eine Dauertherapie mit z. B. Cortison oder MTX erhöht zum einen das Risiko sich mit Covid-19 zu infizieren, zum anderen aber auch für einen schweren Verlauf einer Corona-Infektion. Laut einer italienischen Studie führte dies bereits ab einer Dosis von 2,5mg Cortison täglich zu einem erhöhten Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf. Man darf dabei aber nicht vergessen, dass in den meisten Fällen eine höhere Krankheitsaktivität der rheumatischen Erkrankung selbst der eigentliche Hauptrisikofaktor für einen schweren Verlauf ist. Deshalb kann eine Reduktion der Dosis von Cortison oder MTX der falsche Weg sein und das Für und Wider muss sorgfältig abgewogen werden.    

Corona-Impfungen bei Rheuma

Die zugelassenen Impfstoffe gegen SARS-CoV-2 sind keine Lebendimpfstoff. Daher können diese alle auch unter immunsuppressiver / immunmodulierender Therapie verabreicht werden. Insgesamt konnte eine gute Verträglichkeit beobachtet werden. Es wurden in allen zugrunde liegenden Studien nur mRNA-Impfstoffe verimpft. 

Impfungen können im Prinzip Rheuma-Schübe auslösen. Für die aktuell zugelassenen Impfstoffe gegen COVID-19 ist dies aber nicht bekannt. Der Nutzen der Impfung überwiegt das theoretische Risiko einer vorübergehenden Aktivierung der Grunderkrankung. Vor allem gibt es keine Hinweise für eine dauerhafte Aktivierung einer rheumatischen Erkrankung durch Impfung gegen SARS-CoV-2.

Anpassung der Medikamente im Rahmen der Impfung

Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie hat Empfehlungen zur eventuellen Anpassung der antirheumatischen Therapie im Rahmen einer Corona-Impfung gegeben. Pausen oder Verschiebungen werden nicht grundsätzlich empfohlen.

Keine Dosisänderung aus Anlass der Impfung ist notwendig bei: Hydroxychloroquin, Azathioprin, Sulfazalin, Leflunomid, Calcineuronininhibitoren, Belimumab, TNF-I, IL-6-R-I, IL-1-I, IL-17-I, IL-12/23-I und IL-23-I

In Rücksprache mit dem Arzt sollte geprüft werden, ob die Cortisontherapie auf eine Dosis von 10 mg reduziert werden kann. Patienten, die weniger als 10 mg nehmen, brauchen keine Dosisreduktion durchführen.

MTX sollte nach der Impfung für eine bis zwei Wochen ausgesetzt werden.

NSAR mit kurzer Halbwertzeit wie ASS, Ibuprofen, Diclofenac und Paracetamol sollten 6 Stunden vor der Impfung pausiert werden. NSAR mit langer Halbwertzeit wie Naproxen, Piroxicam, Celecoxib oder Etoricoxib sollten 24 Stunden vor der Impfung nicht genommen werden. Alle NSAR sollten zudem noch zusätzlich 6 Stunden nach der Impfung ausgesetzt werden. 

JAK-Inhibatoren sollten 1 bis 2 Tage vor und 1 Woche nach der Impfung pausiert werden.

Abatacept s. c. jeweils eine Woche vorher und nachher.

Mycophenolat sollte 1 Woche nach der Impfung nicht gegeben werden.  

Besondere Vorsicht ist bei Rituximab angezeigt. Deshalb sollte eine alternative Therapie in Erwägung gezogen werden. Wenn möglich sollte die Impfung erst 4-6 Monate nach der letzten Gabe durchgeführt werden.

Verminderte Antikörperbildung nach Impfung 

Unter einer immunsupressiven Therapie kann die Immunantwort reduziert sein. Die Antikörperantwort nach einer Impfung gegen Covid-19 kann mit einer Antikörper-Titer-Bestimmung kontrolliert werden. Eine genaue Aussage, ab welchen Antikörper-Titer ein ausreichender Schutz besteht, ist im Moment noch nicht möglich. Insbesondere hinsichtlich der Notwendigkeit von Booster/Auffrischimpfungen könnte die Kontrolle des Antikörperspiegels aber in Zukunft an Bedeutung gewinnen.

 

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