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Auffälligen Herzschlag ärztlich abklären lassen

Erstellt am Montag, 11 November 2013. Kategorie/n: Kardiologie / Herz- Kreislauf Erkrankungen

Auffälligen Herzschlag  ärztlich abklären lassen

Gerät das Herz aus dem Takt, ist das nicht immer unmittelbar lebensbedrohlich. Herzrasen auf Dauer kann den Herzmuskel aber schädigen, bei einigen Formen der Herzrhythmusstörungen ist insbesondere das Schlaganfall-Risiko erhöht. Daher sollten wiederholt auftretende Herzrhythmusstörungen ärztlich abgeklärt werden.

Von Herzrhythmusstörungen spricht man, wenn das Herz unregelmäßig (Extrasystolie), zu langsam (Bradykardie) oder zu schnell (Tachykardie) schlägt. Die häufigste Form ist das Vorhofflimmern – eine Herzrhythmusstörung, die derzeit rund 800.000 Patienten in Deutschland betrifft. Deren Anzahl dürfte sich in den nächsten 50 Jahren verdoppeln, schätzen Experten aufgrund der sich verändernden Altersstruktur. Doch auch junge Menschen können z.B. durch Ärger oder Stress Herzrhythmusstörungen erleiden. Weitere Risikofaktoren sind Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum, exzessiver Ausdauersport sowie Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes, Herzklappenfehler und die Koronare Herzkrankheit. „Diese Risiko-Patienten sollten regelmäßig einen Herz-Check beim Arzt machen lassen. Menschen, die akut über Herzrasen, Schwindel oder schnelle Erschöpfung bei Belastung klagen, sollten sich umgehend kardiologisch untersuchen und die Beschwerden abklären lassen“, empfiehlt Dr. Reinhold Lunow, Internist und Ärztlicher Leiter der Praxisklinik für Diagnostik & Präventivmedizin Bornheim, nahe Köln und Bonn.

Taktgeber unseres Herzmuskels ist der Sinusknoten

Unser Herz ist ein Hohlmuskel, der sich regelmäßig zusammenzieht und wieder erschlafft. Auf diesem Weg pumpt es das Blut durch den gesamten Körper und versorgt alle Organe mit ausreichend Sauerstoff. Wir nehmen dies als Herzschlag war, dessen Rhythmus wir willentlich allerdings nicht beeinflussen können. Denn das Herz schlägt autonom. Damit es schlägt, benötigt es einen elektrischen Impuls. Jeder Herzschlag erfordert einen solchen Impuls. Taktgeber des Herzens sind spezielle Zellen, die sich in der Wand des rechten Vorhofs befinden. Diese Zellansammlung heißt Sinusknoten und generiert einen elektrischen Strom, der sich vom Sinusknoten über die Vorhofmuskulatur und den AV-Knoten (zwischen rechtem Vorhof und rechter Herzkammer) ausbreitet und dann über spezifische Leitungsbahnen – die so genannten Purkinje-Fasern – in die Muskulatur des Herzens gelangt. Der Herzmuskel zieht sich durch die elektrische Erregung zusammen und pumpt das Blut in den Körper. Bei Menschen mit gesundem Herzen schlägt das Herz in Ruhe meist 60- bis 70-Mal pro Minute. Diese Frequenz wird bei körperlicher Anstrengung, Sport oder Stress über Signale des Nervensystems entsprechend angepasst.

„Von einer Herzrhythmusstörung sprechen Mediziner, wenn die Erregung nicht vom Sinusknoten, sondern von einem anderen Ort des Herzens ausgeht. Beim Vorhofflimmern beispielsweise zieht sich die Vorhofmuskulatur des Herzens aufgrund von kreisenden elektrischen Erregungen ungeordnet und schnell zusammen, anstatt koordiniert und regelmäßig zu schlagen. Diese hohe Flimmerfrequenz schränkt die Pumpleistung der Vorhöfe ein, die Herzkammern werden nicht mehr aktiv mit Blut gefüllt, so dass ihr Schlagvolumen sinkt“, erklärt Dr. Lunow.

Bei unbehandeltem Vorhofflimmern drohen Schlaganfälle

Gerät das Herz aus dem Takt, ist das nicht immer unmittelbar lebensbedrohlich. „Herzrasen auf Dauer kann den Herzmuskel aber schädigen. Und beim Vorhofflimmern sind insbesondere Schlaganfälle zu befürchten, da sich infolge der eingeschränkten Pumpleistung des Herzens in den Vorhöfen Blutgerinnsel bilden, die vom Blutstrom fortgeschleppt andere Gefäße verstopfen können. Deshalb sollte Vorhofflimmern auf keinen Fall unbehandelt bleiben“, betont Dr. Lunow. „Um Vorhofflimmern, das in manchen Fällen nur anfallsweise auftritt, oder selten auftretende Herzrhythmusstörungen aufzeichnen und damit diagnostizieren zu können, kann man ein Langzeit-EKG oder einen Eventrekorder verwenden – Geräte, die auch in meiner Praxis verfügbar sind und dem Patienten für einen längeren Zeitraum nach Hause mitgegeben werden.“

Zur Senkung des erhöhten Schlaganfallrisikos bei Vorhofflimmern sind gerinnungshemmende Medikamente erforderlich. Es gibt auch Herzfrequenz regulierende und antiarrhythmische Medikamente, die den normalen Herzrhythmus zumindest für eine gewisse Zeit wieder herstellen können. Diese werden aber nur bei starken Beschwerden – wie anhaltendem Herzstolpern oder Herzrasen, Schwindel und Atemnot – verschrieben. Weitere Behandlungsmöglichkeiten sind im Akutfall die elektrische Kardioversion, bei der durch einen gezielten elektrischen Impuls alle Herzmuskelzellen in einen gemeinsamen Takt gebracht werden bzw. langfristig ein implantierbarer Defibrillator oder eine Katheterablation, durch die der Ursprungsort des Flimmerns verödet wird.

Herzrhythmusstörungen: Regelmäßige Bewegung wirkt vorbeugend

„Damit es erst gar nicht so weit kommt, ist es wichtig Herzrhythmusstörungen vorzubeugen. Dazu sollte man die bekannten Risikofaktoren minimieren, d.h. auf das Rauchen verzichten, Alkohol nur in Maßen konsumieren, mögliches Übergewicht reduzieren und seinen Blutdruck regelmäßig kontrollieren. Vorerkrankungen müssen behandelt werden. Besonders empfehlenswert ist es außerdem, sich regelmäßig zu bewegen bzw. in vernünftigem und moderatem Maße Ausdauersport zu treiben - wie z.B. Schwimmen, Radfahren oder strammes Spazierengehen“, rät Dr. Lunow. „Bei körperlichen Aktivitäten wird nämlich nicht nur der Herzmuskel trainiert, auch die Elastizität der Gefäße und die Fließeigenschaften des Blutes verbessern sich. Somit trägt regelmäßige Bewegung dazu bei, den Blutdruck zu senken, den Herzschlag zu verlangsamen und den Herzrhythmus zu stabilisieren.“

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