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Diabetes als Folge einer Covid-19-Infektion

Erstellt am Donnerstag, 19 Mai 2022.

Diabetes als Folge einer Covid-19-Infektion

In Deutschland haben sich nach offiziellen Zahlen bisher 25 Millionen Menschen mit Covid-19 infiziert. Man schätzt, dass die tatsächliche Zahl mindestens doppelt so hoch ist. Auch wenn sie diese Erkrankung überwunden haben, zeigen viele ihnen weiterhin Symptome. Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Schwäche werden am häufigsten genannt. Diese sind jedoch auch typische Symptome, wie sie bei Typ-2-Diabetes auftreten. 

Nun wurden hierzu Ergebnisse einer Studie des „Zentrum für Epidemiologie und Biostatistik der Saint Louis University bzw. des Departments of Veterans Affairs des US-Militärs“ veröffentlicht. Die Epidemiologien Yan Xie und Ziyad Al-Aly erklärten, dass es immer mehr Hinweise dafür gibt, dass Personen mit Covid-19 über die akute Phase einer SARS-CoV-2-Infektion hinaus Diabetes als Folgeschaden davontragen können. 

Neue Risikogruppe für Typ-2-Diabetes

 Es besteht schon länger der Verdacht, dass das Coronavirus Sars-CoV-2 neben „Long Covid“ weitere Spätfolgen verursachen kann. Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden vermehrt Fallberichte über zuvor gesunde Patienten veröffentlicht, die nach einer überstandenen Covid-19-Erkrankung einen Diabetes entwickelten. Autopsie-Befunde haben bestätigt, dass eine Corona-Infektion Schäden an den Betazellen der Bauchspeicheldrüse hinterlassen kann. Betazellen der Bauchspeicheldrüse sind die Zellen, die das Blutzucker senkende Hormon Insulin produzieren.

Je schwerer die überstandene Corona-Infektion – umso höher das Risiko

Menschen mit Covid-19 zeigten in der Zeit nach der akuten Erkrankung im Vergleich zur aktuellen Vergleichsgruppe ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Diabetes von etwa 40 Prozent. 

Die Risiken sind offenbar abhängig vom Schweregrad der überstandenen Covid-19-Erkrankung. Bei Menschen, die sich aufgrund einer Covid-19-Infektion in stationärer Behandlung begeben mussten, wurde im Jahr darauf etwa 6 Prozent mehr neue Diabetesfälle als in den Vergleichsgruppen registriert. Bei Patienten nach Covid-19-Therapie auf Intensivstationen stieg diese Zahl sogar auf fast 10 Prozent mehr neue Diabetesfälle als in den Vergleichsgruppen. Bei wegen Covid-19 nicht hospitalisierten Personen kam es innerhalb eines Jahres hingegen „nur“ zu etwa 1 Prozent zusätzlicher Diabetes-Erkrankungen innerhalb eines Jahres. 

Als treibende Ursache gilt die immer häufiger werdende Adipositas (Fettleibigkeit). Adipositas mit einem Body-Mass-Index von mehr als 30 war unter 1.000 Betroffenen ein Jahr nach der Sars-CoV-2-Infektion mit 15,7 mehr Diabeteserkrankungen verbunden. Laut dem Deutschen Ärzteblatt hat eine ähnliche Studie aus Deutschland für Personen nach einer milden Covid-19-Erkrankung eine Erhöhung des Risikos für eine neue Diabetes-Typ-2-Diagnose um 28 Prozent ergeben. Die damit zu erwartende Zunahme der Diabetes-Fälle in der Folge der Covid-19-Pandemie trifft auf ständig steigende Zahlen bei dieser Erkrankung. Im Jahr 2000 waren 4,6 Prozent der Erwachsenen zuckerkrank, derzeit sind es rund zehn Prozent.

"Vermächtnis" chronischer Erkrankungen 

Der Epidemiologe Ziyad Al-Aly stellte darüber hinaus fest, dass Covid-19 ein ganzes "Vermächtnis" an chronischen Erkrankungen zurücklassen werde.

Bereits im November vergangenen Jahres wurde in einer ähnlichen Untersuchung bei Covid-19-Überlebenden eine Steigerung des Risikos für akute Nierenschädigungen auf fast das Doppelte im Vergleich zu Personen ohne durchgemachte Sars-CoV-2-Infektion belegt. 

Es sind langfristige Beobachtungen von Betroffenen notwendig, um zu klären, ob Typ-2-Diabetes nach einer Corona-Infektion nur vorübergehend auftritt oder zu einer chronischen Erkrankung führt. Wie auch bei einem – nicht nach einer Viruserkrankung auftretenden – Typ-2-Diabetes können gezielte Präventionsmaßnahmen einer chronischen Erkrankung entgegenwirken.

Daher sollte nach einer Corona-Infektion unbedingt ein Diabetes-Screening mit Langzeitblutzuckermessung durchgeführt werden. Auch ein Corona-Nachsorge-Check hilft frühzeitig entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

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