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Hashimoto-Thyreoiditis (Schilddrüsenentzündung)

Schilddrüsen-Spezialisten in der Praxisklinik Bornheim nahe Köln und Bonn geben Empfehlungen zur Therapie der Hashimoto-Thyreoiditis

Schilddrüsenentzündung Hashimoto-ThyreoiditisDie Fachärzte der Internistischen Naturheilkundlichen Gemeinschaftspraxis in Bornheim nahe Köln und Bonn verbinden Innere Medizin mit Naturheilverfahren, Homöopathie und Traditioneller Chinesischer Medizin zu einem ganzheitlichen Therapiekonzept. Sie haben sich seit mehr als 25 Jahren intensiv mit der Diagnose und Therapie der Hashimoto-Thyreoiditis beschäftigt.
Die Erkrankung wurde erstmals 1912 in der Zeitschrift "Archiv für klinische Chirurgie" in einem Beitrag des japanischen Arztes Dr. Hakanu Hashimoto beschrieben.

Neue Volkskrankheit  Hashimoto -Thyreoiditis  


Die chronische Schilddrüsenentzündung  Hashimoto -Thyreoiditis ist keine seltene Erkrankung. Sie  wird zwar nur bei etwa 2 % der deutschen Bevölkerung diagnostiziert, nach neueren Schätzungen sind aber  bereits  8 % der Deutschen von dieser Krankheit betroffen. Das bedeutet, dass etwa 75 % der Patienten mit Hashimoto-Thyreoiditis nicht wissen, dass sie an einer chronischen Entzündung der Schilddrüse leiden.
Frauen sind mit einem Verhältnis von etwa 10:1 deutlicher häufiger betroffen.
Hashimoto-Thyreoiditis ist zwar nicht direkt vererbbar, allerdings die Neigung an einer Autoimmunerkrankung zu erkranken dagegen schon.

Ursache der Hashimoto-Thyreoiditis  (Schilddrüsenentzündung)


Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine autoimmunverursachte Schilddrüsenentzündung. Autoimmun heißt, der Körper bildet fälschlicherweise Antikörper gegen die Schilddrüse. Dies führt zu einer chronischen Entzündung dieses Organs, die Hashimoto-Thyreoiditis genannt wird.

Warum bekommen immer mehr Menschen eine Autoimmunerkrankung?


Eine Theorie ist, dass es am zunehmenden Hygienestandard in den Industrieländern liegt. So erkranken Menschen, die in den ersten Lebensjahren mit Stalltieren Kontakt hatten, deutlich seltener an einer Autoimmunerkrankung.
Andere Forscher sehen  die Ursache für das gehäufte Auftreten von solchen Krankheiten in einem Mangel an Nährstoffen wie Vitamin D, Selen oder Omega-3-Fettsäuren.

Krankheitsverlauf bei einer Hashimoto-Thyreoiditis


Die Krankheit der Schilddrüse beginnt oft langsam, sodass die Patienten die Symptome der Schilddrüsenentzündung zunächst kaum wahrnehmen. Typische Auslöser über eine Veränderung des Immunsystems sind Stress, Infekte oder seelische Belastungen.
In Verbindung mit der Hashimoto-Thyreoiditis können bei etwa 25% der Erkrankten andere zusätzliche Autoimmunerkrankungen auftreten oder bereits bestehen: z. B. Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Zöliakie, Anämie,Vitiligo,Morbus Addison, Diabetes, rheumatische Erkrankungen wie Lupus erythematodes und weitere Erkrankungen. All diese Erkrankungen können meist durch einfache Laboruntersuchungen ausgeschlossen werden.

Diagnose der Hashimoto-Thyreoiditis Schilddrüsen-Ultraschall Praxis Köln Bonn


Die zwei wichtigsten Bausteine der Schilddrüsen- Diagnostik sind die Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse und die  Bestimmung der Schilddrüsenwerte im Blut. Mit dem Ultraschall der Schilddüse lässt sich die zerstörte Binnenstruktur der Schilddrüse darstellen. Typisch ist dabei eine starke Echoarmut und Inhomogenität der Schilddrüse. Ein Szintigramm der Schilddrüse ist nicht notwendig.


Schilddrüsenwerte


Der wichtigste Schilddrüsenwert ist das TSH, das "Thyroidea" ( Schilddrüse) stimulierende Hormon". Das TSH wird von der Hypophyse ( Hirnanhangdrüse) produziert und steuert die Bildung der Schilddrüsen-Hormone T3 und T4 .Wenn zu wenig Hormone in der Schilddrüse gebildet werden, steigt das TSH, wodurch die Schilddrüse angeregt werden soll, ausreichend T3 und T4 zu produzieren. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion ist das TSH deshalb hoch. Wenn dagegen zu viel Hormone gebildet werden (Schilddrüsenüberfunktion), sinkt das TSH, um die Produktion von T3 und T4 zu drosseln.
Bei der sogenannten latenten Schilddrüsenunterfunktion sind die Schilddrüsenhormone oft noch im Normbereich, so dass die Unterfunktion nur am erhöhten TSH festzustellen ist.


Schilddrüsenantikörper    


Bei einer Autoimmunerkrankung bildet das Immunsystem fälschlicherweise Antikörper gegen den eigenen Körper. Bei der Hashimoto -Thyreoiditis werden Antikörper gegen die Schilddrüse gebildet. Dabei handelt es sich um die TPO-, TG- und bei einer Übergangsformen zum Morbus Basedow (Schilddrüsenüberfunktion) auch die TR-Antikörper. Meist sind die TPO-Antikörper und die TG-Antikörper beide gleichzeitig erhöht, manchmal aber auch nur einer von beiden. Selbst das vollständige Fehlen von erhöhten Schilddrüsenantikörpern schließt eine Schilddrüsenentzündung nicht vollständig aus. Entscheidend für die Diagnose ist dann die echoarme Struktur des entzündeten Schilddrüsengewebes im Ultraschall, Veränderungen der Schilddrüsenstruktur.

Fehldiagnose Burn-out


Viele Schilddrüsenspezialisten fordern eine Änderung der Normwerte für TSH, damit eine Schilddrüsenunterfunktion eher entdeckt werden kann. Meist gilt ein TSH von 4,0 noch als normal. Eine Unterfunktion der Schilddrüse kann aber  nach neueren Erkenntnissen auch schon bei einem TSH-Wert von 2,1 vorliegen.
Bei  Symptomen, die für eine Schilddrüsen-Unterfunktion sprechen, sollte auch bei einem TSH Wert zwischen 2,1 und 4,0 über eine Therapie  mit Schilddrüsenhormonen nachgedacht werden. Beschwerden wie Müdigkeit und  Erschöpfung  werden daher häufig für ein Burnout-Syndrom gehalten. Eine probeweise Therapie mit Schilddrüsenhormonen kann hier oft erstaunliche Resultate erzielen.


Symptome bei Hashimoto-Thyreoiditis


Anfänglich stehen gelegentlich die Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion im Vordergrund, allgemein sind die Symptome einer Unterfunktion häufiger.
Die typischen Symptome bei Hashimoto-Thyreoiditis sind wie gesagt: Erschöpfung, Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Depression. Häufig haben  die Patienten aber auch Beschwerden wie: Gewichtszunahme, Kälteempfindlichkeit, Gelenkschmerzen, Haarverlust, brüchige Nägel, trockene Haut, Blähungen, Verstopfung, hoher Cholesterinspiegel, verminderte Libido, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen.

Bei der Augenbeteiligung, der sogenannten "endokrinen Orbitopathie" treten Symptome auf wie Augentränen, gerötete Augen, Trockenheit der Augen, Blendungsempfindlichkeit oder Fremdkörpergefühl. Es kann auch zu einer Beeinträchtigung oder Verlust des Sehvermögens kommen. Bei der endokrinen Orbitopathie handelt es sich ebenfalls um eine Autoimmunreaktion. Dabei reagieren Antikörper gegen das Augengewebe.


Therapie von Hashimoto-Thyreoiditis


Bei einer durch die Entzündung entstandenen Unterfunktion der Schilddrüse ist oft eine Therapie mit Schilddrüsenhormonen notwendig. Aber nicht in allen Fällen endet die Hashimoto-Thyreoiditis in einer Unterfunktion der Schilddrüse. Dann ist eine Hormontherapie nicht notwendig, wenn regelmäßig Kontrollen der Schilddrüsenfunktion durchgeführt werden. Wenn eine Therapie mit Schilddrüsenhormonen sinnvoll ist, beginnen wir meist  mit einer niedrigen Dosis wie 12,5 oder 25 L-Thyroxin. Zunächst wird der TSH-Wert alle 2-4 Wochen kontrolliert. Die meisten Patienten fühlen sich dann bei einem Wert nahe einer Schilddrüsenüberfunktion wohl. Deshalb streben wir meist einen TSH-Wert um 1,0 an. Entscheidender als das Ergebnis der Laborwerte ist aber das Befinden des Patienten. Wer sich unter der Therapie schlechter fühlt als vorher, ist falsch therapiert. Eine subjektiv empfundene Besserung ist für den Erfolg der Therapie wichtiger als nur " Laborkosmetik" zu betreiben. Als Ergänzung oder Alternative zur Hormontherapie  behandeln wir in der Regel unsere Patienten noch mit 100-300µg Selen pro Tag , z. B. Cefasel ®100. Dieses Medikament ist auch rezeptfrei als Cefasel ®100 nutri Tabs im Handel. Bei Autoimmunerkrankungen ist dabei ein Selenspiegel von 150 -200 anzustreben.  Selen ist wichtig für die Umwandlung des  Hormons T4 (Speicherform) in T3 (aktive Form).Selenmangel kann deshalb eine Schilddrüsenunterfunktion verschlimmern. Einige Studien haben gezeigt, dass Selen auch in der Lage ist, die Entzündungsreaktion der Schilddrüse abzuschwächen. Sinnvoll ist zudem meist  die Gabe von Vitamin D, da fast alle Patienten einen zu niedrigen Vitamin- D-Spiegel im Blut haben.
Auch Omega-3-Fettsäuren sollten in ausreichender Menge mit der Nahrung zu sich genommen werden. So kann oft ein Esslöffel Leinöl pro Tag schon genügen. Auch Fischölkapseln können gegeben werden. (  z. B. zwei Kapseln Zodin®  pro Tag).
Zur Kontrolle kann die Bestimmung des  HS-Omega-3-Index im Blut sinnvoll sein.
Auf eine ausreichende Zufuhr von Eisen, Vitamin B, Zink  und Magnesium sollte ebenfalls geachtet werden.

 Hashimoto-Thyreoiditis- eine unheilbare Erkrankung?


Die Hashimoto-Thyreoiditis ist wahrscheinlich nur in einem sehr frühen Stadium heilbar, so dass man in den allermeisten Fällen von einer lebenslangen Erkrankung ausgehen muss. Bei konsequenter Überwachung und Therapie ist aber weder die Lebensqualität noch die Lebenserwartung  eingeschränkt. Wir empfehlen in der Einstellungsphase eine Kontrolluntersuchung alle 6-8 Wochen. In Einzelfällen kann je nach Krankheitsintensität  das Kontrollintervall auch auf 6 Monate ausgedehnt werden.
Patienten mit Hashimoto-Thyreoiditis sollten ausreichende Ruhe- und Schlafzeiten einhalten. Eine ausgewogene Ernährung ohne zusätzliche Nahrungsergänzung mit Jod, welches die Entzündung verschlimmern kann, ist ebenso sinnvoll. Vermeiden Sie Stress und sorgen Sie für ausreichende Bewegung


Glossar:

Euthyreose = normale Schilddrüsenfunktion
Hypothyreose = Schilddrüsenunterfunktion
Hyperthyreose= Schilddrüsenüberfunktion
TSH= Thyreoidea ( Schilddrüse) Stimulierendes Hormon
T3= Trijodthyronin, die aktive Form der Schilddrüsenhormone
T4= Tetrajodthyronin, die Speicherform der Schilddrüsenhormone ( L-Thyroxin)
Thyreoiditis= Schilddrüsenentzündung
Hashimoto-Thyreoiditis= Entzündung der Schilddrüse durch Autoimmunantikörper
TPO-AK= Antikörper gegen die Thyreoperoxidase der Schilddrüse
TG-AK= Antikörper gegen Thyreoglobulin
TR-AK = TSH- Rezeptor-Antikörper bei Morbus Basedow

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