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Leaky-Gut-Syndrom: Krank durch einen „undichten“ Darm

Erstellt am Freitag, 31 Juli 2015. Kategorie/n: Ernährung

Zahlreiche Erkrankungen haben ihre Ursache in einer krankhaft erhöhten Durchlässigkeit des Darms. Beim „Leaky gut“ hilft nur eine konsequente Ernährungsumstellung.

Leaky-Gut-Syndrom: Krank durch einen „undichten“ Darm |

Viele Menschen leiden heutzutage unter Lebensmittelunverträglichkeiten, Allergien, wiederkehrenden Infekten, Akne, Energielosigkeit oder depressiven Verstimmungen. Die Ursache kann eine spezielle Erkrankung des Darms sein: das Leaky-gut-Syndrom.

Mediziner bezeichnen mit „Leaky gut“ eine erhöhte Durchlässigkeit (intestinale Permeabilität) des Darms. Neben Nährstoffen gelangen dann auch unerwünschte Stoffe wie Toxine, unvollständig zerlegte Nahrungsbestandteile und Krankheitserreger über die geschädigte Darmschleimhaut (Mukosa) und die Blutbahn direkt in den Organismus. 

„Wegen seiner zahllosen feinen Darmzotten hat der Darm etwa die Oberfläche eines Fußballfeldes“, erklärt Dr. Reinhold Lunow, ärztlicher Leiter der internistischen naturheilkundlichen Praxisklinik Bornheim.

„Seine Aufgaben sind vielfältig: Sie reichen von der kontrollierten Nährstoffaufnahme bis zur Infektionsabwehr. Dazu ist eine ausgewogene bakterielle Besiedelung der Darmschleimhaut notwendig, um pathogenen Erregern den Zugang zu den Schleimhautrezeptoren und damit den Übertritt in den Blutkreislauf durch die intestinale Epithelschicht zu verwehren“, so der Experte für Diagnostik und Vorsorge.

Zahlreiche Faktoren können zur Darmerkrankung "Leaky gut" führen

Zahlreiche Faktoren können die physiologisch vorkommenden Darmbakterien wie beim Leaky gut aus ihrem natürlichen Gleichgewicht bringen und zu einem Leaky gut führen, zumal dann, wenn man erblich vorbelastet ist: Giftstoffe und Mikroben (Darmpilze, Viren, Salmonellen), bestimmte Medikamente (Antibiotika), Erkrankungen (Schwellungen, Nekrosen), falsche Ernährung, Strahlentherapie oder psychischer Stress, denn Stresshormone und Neurotransmitter (CRH, Noradrenalin) führen zu Ödemen in der Mukosa mit erhöhter Durchlässigkeit.

Beim Leaky gut wird die Darmschleimhaut „löchrig“

„Auch chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn oder eine nicht diagnostizierte Nahrungsunverträglichkeit wie Zöliakie oder Laktoseintoleranz reizen und schädigen die Schleimhaut, bis sie sozusagen löchrig wird“, sagt Dr. Lunow.

Dringen beim Leaky gut unerwünschte Stoffe in die Blutbahn ein, kommt es zu einer verstärkten Immunreaktion mit lokalen Entzündungen der Darmschleimhaut, die zu langfristigen Schädigungen führen kann. Außerdem werden Antikörper gegen Nahrungsbestandteile gebildet, was Lebensmittelallergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten nach sich ziehen bzw. verstärken kann.

Als Folge des Leaky gut stellen sich entzündliche Veränderungen auch an anderen Geweben und Organen ein: Allergien und Autoimmunkrankheiten entwickeln sich, bei denen der Körper fälschlicherweise Abwehrreaktionen auch gegen gesunde Zellen und Organe einleitet. Dieser Prozess führt z. B. zu Erkrankungen von Schilddrüse oder Bauchspeicheldrüse (Diabetes Typ 1), zu rheumatoider Arthritis oder Multipler Sklerose.

Auch andere Erkrankungen, die im Alltag nicht mit einer gestörten Darmwand in Verbindung gebracht werden, können ihre Ursache in einem Leaky guthaben. Dazu zählen Akne und Hautausschläge, saisonale Allergien (Heuschnupfen), Neurodermitis, Migräne, Muskelschmerzen und Muskelschwäche, niedriger Blutdruck (Hypertonie), Osteoporose und Asthma.

Reizmagen, Infekte, Leistungsabfall weisen auf Leaky gut hin

WebNews300x200px Magen Darmerkrankungen F 77008033 copyright underdogstudios LIZENZSIERTIst die Darmflora aufgrund des Leaky-gut-Syndroms chronisch gestört, kann sich die Schleimhaut nicht mehr erholen. Betroffene leiden vermehrt unter Infekten, es zeigen sich Leistungsabfall, Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Kraftverlust. Hinzu kommen Verdauungsstörungen mit Reizmagen, Blähungen, Völlegefühl, Koliken, Übelkeit sowie wechselweise Durchfall und Verstopfung. Ein durch Leaky gut angeschlagener Körper schwächt auch die Psyche, sodass sich depressive Verstimmungen einstellen.

Darüber hinaus drohen Mangelerscheinungen durch Leaky gut, denn aufgrund der fehlerhaften Nahrungsverwertung können manche lebensnotwendigen Substanzen nicht mehr ordnungsgemäß resorbiert werden.

Diagnose eines "Leaky gut"

Für die Diagnose eines Leaky gut werden Blutserum, Urin und Stuhl untersucht. Auf einen „Leaky gut“ weisen v. a. erhöhte Werte von Zonulin sowie des Entzündungsindikators Alpha-1-Antitrypsin hin. Zonulin ist ein Darmprotein, das die Verbindungen zwischen den Darmzellen (Tight Junctions) regelt und ihre Durchlässigkeit steigern kann.

Im Labor zeigen sich auch erhöhte Leberwerte, denn die Leber versucht, die schädigenden Substanzen abzubauen. Allerdings gelangen diese anschließend über die Gallenflüssigkeit wieder in den Darm. So entsteht ein Kreislauf ständiger Reizung, der nur von außen mittels Darmsanierung und Ernährungsumstellung durchbrochen werden kann.

Therapie des "Leaky gut"

Ernährungsumstellung bei Leaky gut heilt die Darmflora

Eine Ernährungsumstellung bei Leaky gut zieltdarauf ab, das gestörte Darmmilieu zu sanieren. Dazu gehören diejenigen Stoffe in Lebensmitteln, die einen Leaky gut begünstigen, vom Speiseplan gestrichen: Weißmehl, Zucker, künstliche Zusatzstoffe und vor allem sogenannte Anti-Nährstoffe – natürliche Giftstoffe, die Pflanzen als Schutz vor Fressfeinden entwickelt haben und die wir mit der Nahrung aufnehmen.

Sie kommen – entgegen landläufigen Ernährungsvorstellungen – insbesondere in Brot, Nudeln, sonstigen Getreide- und Vollkornprodukten sowie in Hülsenfrüchten vor. Manche der darin enthaltenen Lektine wirken toxisch und führen zum Leaky gut. Sie sind sehr bindungsfreudig, besetzen die Wände des Dünndarms und erhöhen die Durchlässigkeit. Wie andere Schadstoffe gelangen auch die Lektine in den Blutkreislauf und ziehen Autoimmunkrankheiten nach sich.

Gluten und Lektine begünstigen Leaky gut

Gluten begünstigt Darmerkrankung "Leaky gut" | © arksan - Fotolia.comEin weiteres, prominentes Beispiel für einen Anti-Nährstoff ist das Gluten, das sogenannte Klebereiweiß in manchen Getreidearten. Es besteht aus den beiden Proteinen Glutein und Gliadin. Gliadin sind alle in Alkohol löslichen Reserveproteine des Weizens. Es wirkt immunotoxisch: Bei einer Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) bildet der Organismus Antikörper gegen das Gliadin. Außerdem regt es die Bildung von Zonulin an, wodurch die Wahrscheinlichkeit für die Ausbildung eines Leaky gut steigt. Experten gehen davon aus, dass wegen der unklaren Symptome die Dunkelziffer der Gluten-Unverträglichkeit beträchtlich ist und nur bei einem von acht Betroffenen die Krankheit diagnostiziert wird.

„Damit Stoffe wie Gluten und Lektinen keinen Leaky gut nach sich ziehen, sollten Sie entsprechende Lebensmittel konsequent meiden“, empfiehlt Dr. Lunow. Die höchsten Konzentrationen an toxischen Lektinen finden sich im Weizen und in Hülsenfrüchten, v. a. in Soja. Weniger hoch sind die Konzentrationen in Nachtschattengewächsen wie Kartoffeln, Tomaten oder Paprika. Gleiches gilt für Folgeprodukte aus diesen Pflanzen: Öle, Mehle und auch Milchprodukte können zum Leaky gut führen.

Lektine sind vergleichsweise resistent gegenüber Verdauungsenzymen. Auch Hitze macht sie erst ab 75 Grad Celsius unschädlich. Durch Fermentation (Sauermilchprodukte, Sauerteig) und langes Einweichen (Haferflocken, Hülsenfrüchte) kann man ihnen ggf. beikommen.„Wenn Sie bereits unter Anzeichen eines Leaky gut wie Verdauungsproblemen oder einer Autoimmunkrankheit leiden, sollten Sie ausprobieren, ob der teilweise oder vollständige Verzicht auf solche Lebensmittel die Beschwerden lindert“, sagt Dr. Lunow.

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Paleo-Ernährungsberatung

Unerlässlichfür die kontrollierte Ernährungsumstellung ist eine umfassende Ernährungsberatung, wie sie die Praxisklinik Bornheim nahe Köln und Bonn anbietet. Sie zeigt auch Alternativen zu gängigen Ernährungsgewohnheiten auf.

Bei Leaky gut verspricht zum Beispiel die Umstellung auf eine nährstoffreiche Paleo-Ernährung heilende Wirkung: mit möglichst wenigen lektinhaltigen und frei von glutenhaltigen Lebensmitteln, ohne Zucker und sonstige schnell verfügbaren Kohlenhydrate.

 

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