| Diagnose und Therapie von Schilddrüsenknoten |
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Praxisklinik nahe Köln, Bonn und Düsseldorf verbindet Innere Medizin mit Naturheilkunde
Die Ärzte der Praxisklinik für Diagnostik und Präventivmedizin und der internistischen naturheilkundlichen Gemeinschaftspraxis in Bornheim nahe Köln, Bonn und Düsseldorf beschäftigen sich seit mehr als 25 Jahren intensiv mit Erkrankungen der Schilddrüse. Dabei verbinden Sie die Innere Medizin mit Naturheilkunde. Was ist die Ursache von Schilddrüsenknoten? Schilddrüsenknoten sind sehr häufig. Sie kommen zu etwa 20% bei Personen zwischen 20 und 60 Jahren vor. Bei älteren Personen über 70 Jahren hat sogar jeder zweite einen Schilddrüsenknoten, der oft es erst bei einer Routineuntersuchung zufällig entdeckt wird. Schilddrüsenknoten entstehen bei entsprechender genetischer Anlage als Reaktion der Schilddrüse auf einen anhaltenden Jodmangel. Dieser Jodmangel war in Deutschland in den letzten Jahrzehnten sehr ausgeprägt. Selbst heute nehmen noch etwa 50% der Deutschen in ihrer Ernährung zu wenig Jod zu sich. Diagnose: Die wichtigste Untersuchungsmethode bei Verdacht auf einen Schilddrüsenknoten ist die Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse. Bei der Schilddrüsen-Sonographie kann die Größe und Struktur der Schilddrüsenknoten dargestellt werden. Vor allen Dingen aber kann ein eventuelles Wachstum der Knoten bei Kontroll- untersuchungen gut erfasst werden. Eine Schilddrüsenszintigraphie mit radioaktiven Technetium-99 ist notwendig, wenn die Laborwerte Hinweise auf eine sog. Autonomie (heißer Knoten) ergeben. Dann ist das TSH erniedrigt und bei einer mani- festen Überfunktion die Schilddrüsenhormone fT3 und fT4 erhöht. Eine Schilddrüsenszintigraphie ist unter Umständen auch erforderlich, wenn gleichzeitig mehrere Schilddrüsenknoten zu finden sind.Welche Kontrollen sind bei Schilddrüsenknoten notwendig? Die wichtigste Frage bei Kontrolluntersuchungen der Schilddrüse ist, ob es sich um bösartige Knoten, also Schilddrüsenkrebs handelt. Erfreulicherweise sind Schilddrüsenkarzinome selten. Dennoch werden in Deutschland etwa 5.000 Schilddrüsenkarzinome pro Jahr diagnostiziert. Bei der großen Anzahl von Schilddrüsenknoten und jährlich über 100.000 Schilddrüsenoperationen zeigt diese relativ kleine Zahl aber, dass erfreulicherweise Schilddrüsenknoten nur selten bösartig sind. Dennoch ist es natürlich bei jedem Patienten besonders wichtig, eine bösartige Entartung der Schilddrüsenknoten frühzeitig zu entdecken, denn Schilddrüsenkrebs hat in diesen Fällen eine gute Prognose.Das mittlere Erkrankungsalter liegt dabei vor dem 60. Lebensjahr.Schilddrüsenkrebs ist somit im Vergleich zu anderen Krebsarten eine Erkrankung von relativ jungen Menschen. Mit der Schilddrüsensonographie kann man Hinweise auf eine mögliche Bösartigkeit des Knotens bekommen. Ein Schilddrüsenkarzinom ist meist echoarm (im Ultraschall dunkel) und größer als 1cm. Es finden sich in der Schilddrüsensonographie bei Bösartigkeit häufig Mikroverkalkungen und ein verwaschener Rand des Knotens. Mit der Farbultraschalluntersuchung (Duplexsonographie) kann man die Durchblutung des Knotens überprüfen. Besonders verdächtig auf Schilddrüsenkrebs ist dabei eine starke Durchblutung des Knotenzentrums (sog. Typ-4-Durchblutung). Weitere Faktoren, die das Risiko für ein Schilddrüsenkarzinom erhöhen sind: Alter unter 20 Jahren oder über 70 Jahren, männliches Geschlecht, rasches Knotenwachstum, vergrößerte Halslymphknoten oder anhaltende Heiserkeit sowie harte, schlecht von der Umgebung abgrenzbare Knoten. Das seltene meduläre Schilddrüsenkarzinom (C-Zell-Karzinom) kann man mit einer Laboruntersuchung (Calcitonin) ausschließen. Therapie: Kleine Schilddrüsenknoten müssen nicht unbedingt mit Medikamenten therapiert werden. Die Patienten sollten in ihrer Ernährung jedoch auf eine ausreichende Jodzufuhr achten. Medikamentös kommt in erster Linie eine Therapie mit Schilddrüsenhormonen in Kombination mit Jod in Frage. Dabei reicht oft eine sehr niedrige Hormondosis, z. B. 50ug/Tag (z. B. Thyronajod 50). Durch diese kombinierte Therapie mit Schilddrüsenhormonen und Jod wird vor allen Dingen das Wachstum der Knoten vermindert. Außerdem gibt es Hinweise darauf, dass die hier in Deutschland vorhandene Unterversorgung mit Selen eine Rolle bei der Entstehung von Schilddrüsenknoten hat. Wir geben unseren Patienten deshalb häufig auch zusätzlich 100-300µg Selen. Wenn sich die Größe oder Struktur der Knotens ändert, ist unter Umständen eine Schilddrüsenszintigraphie sinnvoll. Bei Verdacht auf ein Schilddrüsenkarzinom sollte eine Feinnadelpunktion des Schilddrüsenknotens durchgeführt werden. Wenn dabei bösartige Zellen gefunden werden, ist eine Schilddrüsenoperation notwendig. Wie oft ist eine Kontrolle notwendig? Bei neu entdeckten Schilddrüsenknoten ist eine Kontrolle spätestens nach 3 Monaten zu empfehlen. Danach genügt bei unauffälligem Verlauf eine Kontrolle alle 6 Monate. Wenn es nach mehrfachen Kontrollen zu keinem größeren Wachstum oder anderen auf Bösartigkeit verdächtige Strukturveränderungen des Knotens gekommen ist, reicht unter Umständen auch eine Kontrolle nur einmal pro Jahr.
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Die wichtigste Untersuchungsmethode bei Verdacht auf einen Schilddrüsenknoten ist die Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse. Bei der Schilddrüsen-Sonographie kann die Größe und Struktur der Schilddrüsenknoten dargestellt werden. Vor allen Dingen aber kann ein eventuelles Wachstum der Knoten bei Kontroll- untersuchungen gut erfasst werden. Eine Schilddrüsenszintigraphie mit radioaktiven Technetium-99 ist notwendig, wenn die Laborwerte Hinweise auf eine sog. Autonomie (heißer Knoten) ergeben. Dann ist das TSH erniedrigt und bei einer mani- festen Überfunktion die Schilddrüsenhormone fT3 und fT4 erhöht. Eine Schilddrüsenszintigraphie ist unter Umständen auch erforderlich, wenn gleichzeitig mehrere Schilddrüsenknoten zu finden sind.
Die wichtigste Frage bei Kontrolluntersuchungen der Schilddrüse ist, ob es sich um bösartige Knoten, also Schilddrüsenkrebs handelt. Erfreulicherweise sind Schilddrüsenkarzinome selten. Dennoch werden in Deutschland etwa 5.000 Schilddrüsenkarzinome pro Jahr diagnostiziert. Bei der großen Anzahl von Schilddrüsenknoten und jährlich über 100.000 Schilddrüsenoperationen zeigt diese relativ kleine Zahl aber, dass erfreulicherweise Schilddrüsenknoten nur selten bösartig sind. Dennoch ist es natürlich bei jedem Patienten besonders wichtig, eine bösartige Entartung der Schilddrüsenknoten frühzeitig zu entdecken, denn Schilddrüsenkrebs hat in diesen Fällen eine gute Prognose.Das mittlere Erkrankungsalter liegt dabei vor dem 60. Lebensjahr.Schilddrüsenkrebs ist somit im Vergleich zu anderen Krebsarten eine Erkrankung von relativ jungen Menschen.
Mit der Schilddrüsensonographie kann man Hinweise auf eine mögliche Bösartigkeit des Knotens bekommen. Ein Schilddrüsenkarzinom ist meist echoarm (im Ultraschall dunkel) und größer als 1cm. Es finden sich in der Schilddrüsensonographie bei Bösartigkeit häufig Mikroverkalkungen und ein verwaschener Rand des Knotens. Mit der Farbultraschalluntersuchung (Duplexsonographie) kann man die Durchblutung des Knotens überprüfen. Besonders verdächtig auf Schilddrüsenkrebs ist dabei eine starke Durchblutung des Knotenzentrums (sog. Typ-4-Durchblutung). Weitere Faktoren, die das Risiko für ein Schilddrüsenkarzinom erhöhen sind: Alter unter 20 Jahren oder über 70 Jahren, männliches Geschlecht, rasches Knotenwachstum, vergrößerte Halslymphknoten oder anhaltende Heiserkeit sowie harte, schlecht von der Umgebung abgrenzbare Knoten. Das seltene meduläre Schilddrüsenkarzinom (C-Zell-Karzinom) kann man mit einer Laboruntersuchung (Calcitonin) ausschließen. 