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Diagnose und Therapie bei Hashimoto Thyreoiditis PDF Drucken E-Mail

Die Ärzte der Internistischen Naturheilkundlichen Praxisklinik in Bornheim nahe Köln und Bonn verbinden Innere Medizin mit Naturheilkunde und Homöopathie zu einem ganzheitlichen Konzept.Sie haben sich seit mehr als 25 Jahren intensiv mit der Diagnose und Therapie der Hashimoto-Thyreoiditis beschäftigt.

Die Erkrankung wurde erstmals 1912 in der Zeitschrift "Archiv für klinische Chirurgie" in einem Beitrag des japanischen Arztes Dr. Hakanu Hashimoto beschrieben.

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine autoimmunverursachte Schilddrüsenentzündung. Autoimmun heißt, der Körper bildet fälschlicherweise Antikörper gegen die Schilddrüse. Dies führt zu einer chronischen Entzündung dieses Organs,die Hashimoto-Thyreoiditis genannt wird.

Die Krankheit der Schilddrüse beginnt oft langsam, sodass die Patienten die Symptome der Schilddrüsenentzündung zunächst kaum wahrnehmen.Typische Auslöser über eine Veränderung des Immunsystems sind: Stress,Infekte oder seelische Belastungen.

In Verbindung mit der Hashimoto-Thyreoiditis können bei etwa 25% der Erkrankten andere zusätzliche Autoimmunerkrankungen auftreten oder bereits bestehen:
z. B. Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Zöliakie, Anämie,Vitiligo,Morbus Addison, Diabetes, rheumatische Erkrankungen wie Lupus erythematodes und weitere Erkrankungen.All diese Erkrankungen können meist durch einfache Laboruntersuchungen ausgeschlossen werden.

Anfänglich stehen gelegentlich die Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion im Vordergrund, allgemein sind die Symptome einer Unterfunktion häufiger.

Bei der Augenbeteiligung, der sogenannten endokrinen Orbitopathie treten Symptome auf wie Augentränen, gerötete Augen, Trockenheit der Augen, Blendungsempfindlichkeit oder Fremdkörpergefühl. Es kann auch zu einer Beeinträchtigung oder Verlust des Sehvermögens kommen. Bei der endokrinen Orbitopathie handelt es sich ebenfalls um eine Autoimmunreaktion. Dabei reagieren Antikörper gegen das Augengewebe.

Wichtig für die Diagnostik der Hashimoto -Thyreoiditis sind die Bestimmung der sogenannten Schilddrüsenantikörper: TPO-Antikörper, TG-Antikörper,TR-Antikörper sowie zur Beurteilung der Schilddrüsenfunktion TSH,fT3 und fT4.

Mit dem Ultraschall der Schilddüse lässt sich die zerstörte Binnenstruktur der Schilddrüse darstellen.Typisch ist dabei eine starke Echoarmut und Inhomogenität der Schilddrüse.Ein Szintigramm der Schilddrüse ist nicht notwendig.

Bei einer durch die Entzündung entstandenen Unterfunktion der Schilddrüse ist oft eine Therapie mit Schilddrüsenhormonen notwendig.Nicht immer endet die Hashimoto-Thyreoiditis  in einer Unterfunktion der Schilddrüse.Dann ist eine Hormontherapie nicht notwendig,wenn regelmässig Kontrollen der Schilddrüsenfunktion durchgeführt werden.Um die Entzündungsreaktion zu vermindern ,empfehlen wir die tägliche Einnahme von 100-300µg Selen und ggf. auch von 25 mg Zink.Auf eine ausreichende Zufuhr von Eisen,Vitamin B und Magnesium sollte ebenfalls geachtet werden.

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist wahrscheinlich nur in einem sehr frühen Stadium heilbar,so dass man in den allermeisten Fällen von einer lebenslangen Erkrankung ausgehen muß.Bie konsequenter Überwachung und Therapie ist aber weder die Lebensqualität noch die Lebenserwartung  eingeschränkt.Wir empfehlen in der Einstellungsphase eine Kontrolluntersuchung alle 6-8 Wochen.Je nach Kranheitsintensität kann das Kontrollintervall später auf 6-12 Monate ausgedehnt werden.

Patienten mit Hashimoto-Thyreoiditis sollten ausreichende Ruhe- und Schlafzeiten einhalten.Eine ausgewogene Ernährung ohne zusätzliche Nahrungsergänzung mit Jod,welches die Entzündung verschlimmern kann, ist ebenso sinnvoll.Vermeiden Sie Stress und sorgen Sie für ausreichende Bewegung !

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