Drs. med Reinhold Lunow, Eva Berghof-Datzer, Silke Reichow, Ursula Schweikert, Anke Rabenhorst
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Informationen zu dem Krankheitsbild Depressionen


Die Depression ist eine häufige Erkrankung. 20% der Männer und 30% der Frauen machen in ihrem Leben eine Depression durch.
Depressionen gehören zu den quälendsten Leiden überhaupt. Die häufigsten Symptome sind:

  • Düstere Stimmung
  • Interessenverlust
  • Schuldgefühle
  • Verminderte Konzentrationsfähigkeit
  • Schlafstörungen
  • Angstzustände
Außerdem können körperliche Beschwerden auftreten wie Müdigkeit, Herzbeschwerden, Knochenschmerzen oder Verdauungsstörungen.


Die Ursachen der Depression:

Fast immer ist es eine Kombination von Faktoren, die bei jedem Menschen in unterschiedlicher Ausprägung ursächlich für die Depression verantwortlich sind.

1. Biochemische Ursachen durch Mangel an Überträgerstoffen im Gehirn, z.B. Serotonin (endogene Depression). Die Neigung zu Depression wird teilweise vererbt.

2. Reaktive Depression durch z.B. Arbeitsüberlastung, Enttäuschung, Mobbing, Einsamkeit oder Verlust eines Angehörigen. Auch lebensbedrohliche Krankheiten wie Krebs oder Herzinfarkt sowie langanhaltende, schmerzhafte Erkrankungen wie Rheuma sind oft Auslöser einer Depression.


Welche Behandlung kommt in Frage?

Depression ist immer noch ein großes Tabuthema. Niemand braucht sich aber für eine Depression zu schämen. Sie kann jeden Menschen treffen. Schuldgefühle sind fehl am Platze. Die Depression hängt von Lebensumständen und noch mehr von Stoffwechselprozessen ab.
So vielfältig wie die Ursachen für die Depression sind auch ihre Behandlungsmöglichkeiten. Welche Therapieform bei Ihnen sinnvoll ist, muss im individuellen Gespräch geklärt werden.


Psychopharmaka

Die medikamentöse Behandlung von Depressionen hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Wo der Stoffwechsel im Gehirn gestört ist, da greifen moderne Psychopharmaka ein, um das biologische Gleichgewicht wiederherzustellen. Die weit verbreitete Angst vor einer Behandlung mit Psychopharmaka entspringt häufig einem Informationsdefizit. Die neuen Behandlungsmethoden machen nicht abhängig und verändern auch nicht die Persönlichkeit. Ein Therapieerfolg ist aber meist erst nach frühestens 14 Tagen zu erkennen, oft dauert es jedoch auch 4 Wochen oder länger.
Pflanzliche Medikamente wie Johanniskraut oder Baldrian müssen ebenfalls mindestens 2 - 3 Monate eingenommen werden. Ein Therapieversuch mit diesen Natur-Heilmitteln ist in leichteren Fällen sinnvoll.


Nahrungsergänzung mit Mikronährstoffen

Viele Patienten haben einen Mikronährstoff-Mangel. Entweder, weil sie sich falsch ernähren oder den Gehalt der Nahrungsmittel an diesen lebenswichtigen Stoffen überschätzen, da unsere Nahrung durch Transport, Lagerung und Umweltgift viel von den Mikronährstoffen verliert. Hinzu kommt, dass der Bedarf an solchen Stoffen durch seelische oder körperliche Überlastung oft erhöht ist.
Auch mit vielseitiger Mischkost ist der hohe Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen nicht zu decken.
Wir verwenden daher eine auf der Grundlage der so genannten "Orthomolekularen Medizin" basierenden Nahrungsergänzung.
Die Orthomolekulare Medizin beruht auf der Erkenntnis, dass der menschliche Körper für ein gesundes, reibungsloses Funktionieren aller Organe über 40 Vitalstoffe benötigt. Gemeint sind Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und essentielle Fettsäuren in der richtigen Menge.
Es ist nicht sinnvoll, einzelne Präparate zu nehmen, da der an Depressionen Erkrankte zahlreiche Mikronährstoffe benötigt, z.B. Vitamin-B-Komplex, Folsäure, Vitamin-C, Biotin oder auch Omega-3-Fettsäuren.


Psychotherapie

Hilfreich ist in den meisten Fällen auch eine Gesprächs- oder Verhaltenstherapie. Wir haben eine Adressenliste von geeigneten Therapeuten.


Sauerstoff-Therapie

Seit Jahren wenden wir erfolgreich die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie nach Prof. Manfred von Ardenne bei der Behandlung von Depressionen und Erschöpfungszuständen an. Diese ganzheitliche Behandlung kann sehr gut mit einer Lichttherapie kombiniert werden.


Schlafentzug

Während 3 Nächten in einer Woche schlafen Sie nur 4 Stunden. (Wecker auf z.B. 3.00 Uhr stellen). Dies ergibt bei 70% der Depressionen eine Besserung. Bereits nach der ersten Nacht merken Sie übrigens, ob diese Methode bei Ihnen anschlägt.


Großbildansicht Bewegung hilft gegen Depressionen
Körperliche Betätigung

Versuchen Sie etwas Bewegung: Spazieren gehen, Wandern, Rad fahren, leichter Sport.


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